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Grußwort zu Beginn des pastoralen Wirkens in der Großgemeinde Hosenfeld

Am 1. Januar 2022 hat Sebastian Latsch als Pfarradministrator die Leitung der Pfarreien St. Simon & Judas (Blankenau), St. Simplicius und Faustinus (Hainzell) und St. Peter und Paul (Hosenfeld) übernommen.


Die Pfarrgemeinde freut sich auf die seelsorgerische Begleitung durch Pfarrrer Latsch und eine vertrauensvolle Zusammen-arbeit mit den kirchlichen Gremien.


Grußwort von Pfarrer Sebastian Latsch zu Beginn des neuen Kirchenjahres 2022

 

Liebe Gemeinde,


über vierzig Jahre ist es her, seit die Franziskaner die Blankenauer Propstei bezogen haben, um von dort aus für die Menschen in den umliegenden Gemeinden da zu sein. Kirche und Seelsorge waren über Jahrzehnte untrennbar mit den Patres aus Bosnien-Herzegowina verbunden. Unzählige Begegnungen haben Beziehungen wachsen lassen. Manch einer wurde von ein und demselben Pater getauft, zur Kommunion begleitet und Jahre später am Traualtar empfangen. Viele Kinder haben denselben Taufspender wie dereinst ihre Eltern.


Nun ist eine Ära zu Ende. Mancher wird sich fragen, wie es nun in den Pfarreien weitergeht, da bisher doch so viel von den bekannten Gesichtern abhing.


Ein neues Gesicht kommt hinzu: Pfr. Sebastian Latsch. Für die Zeit ab Januar 2022 wurde ich zum Administrator der Pfarreien Hosenfeld, Blankenau und Hainzell bestellt. An dieser Stelle ein paar Worte über mich: Ich bin im Mai 1984 zur Welt gekommen und habe die ersten 20 Jahre meines Lebens am Petersberg verbracht. Kurz vor meinem zehnjährigen Dienstjubiläum als Messdiener hatte ich den Dienst am Altar quittiert, um mich nach Abitur und Zivildienst erst einmal anderen Dingen zu widmen.


Ich verlegte meinen Lebensmittelpunkt nach Mainz am Rhein, um dort Geologie zu studieren. Mein Interesse für Naturwissenschaften wollte ich zum Beruf machen. Während dieser spannenden Zeit reifte in mir allmählich der Wunsch, mit meinem Leben doch etwas ganz Anderes anzufangen und eine neue (oder alte, schon immer dagewesene) Richtung einzuschlagen. Die Kindheit im katholischen Fuldaer Land und die kirchliche Prägung als langjähriger Messdiener hatten tiefere Spuren hinterlassen, als ich dachte. Langsam ahnte ich, dass Gott andere Pläne mit mir haben könnte.


Nach einiger Bedenkzeit trat ich im Sommer 2008 ins Priesterseminar Fulda ein. Aus dem Student, der die Erde erforschte, war nun einer geworden, dessen Interesse dem Himmel galt. Nach Abschluss des Theologiestudiums empfing ich schließlich im Mai 2014 die Diakonenweihe, ein Jahr später wurde ich zum Priester geweiht. Von 2015 bis 2017 war ich Kaplan in Eichenzell und Lütter, gefolgt von zwei weiteren Jahren in Bad Hersfeld.


Seit August 2019 wohne ich in Bad Salzschlirf und bin seitdem mitarbeitender Priester in Bad Salzschlirf, Großenlüder, Bimbach, Müs und Kleinlüder. Es ist unschwer zu erkennen, dass dies die eine Hälfte des Pastoralverbundes Kleinheiligkreuz ist. Mit Blankenau, Hainzell und Hosenfeld sowie den Filialen Jossa und Schletzenhausen kommt nun die andere Hälfte hinzu. Im gesamten Pastoralverbund wird es dann nur noch drei hauptamtliche Priester geben, die zusammen mit den Diakonen, Gemeindereferenten, Sekretärinnen und zahlreichen Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ihr Bestes geben.


Auf die kommende Zeit freue ich mich, habe aber auch gehörigen Respekt vor den Aufgaben, die vor uns liegen: Acht eigenständige Kirchengemeinden müssen zusammen-wachsen. Wenn uns das gelingt, können und werden wir zusammen wachsen. Von einem hauptamtlichen Team, und sei es noch so motiviert, wird diese Aufgabe nicht zu stemmen sein. Es braucht Ihre Mithilfe, wenn es die Kirche vor Ort auch übermorgen noch geben soll.


Zusammenwachsen, wer wünscht sich das nicht in einer Zeit, in der die Kirchenbänke leer sind und Menschen auf Abstand gehen. Die Pandemie hat verstärkt, was sich seit vielen Jahren abzeichnet und verfestigt. Und dennoch: Die Suche nach Zukunft, nach Heil, nach Gott wird gemeinsam gelingen oder gar nicht.


Wenn wir als Kirche der Leib des Herrn sind, dann ist Gott mit uns. Welche Rolle spielt es da noch, wie viele wir sind? Christus als Quelle und Zentrum unseres Glaubens ist es, der uns zusammenwachsen, und zusammen wachsen lässt. ER hält uns zusammen, denn wir sind SEIN Leib.


Doch Veränderung und Wachstum brauchen Zeit. Eltern von Teenagern können sicher ein Lied von den Problemen singen, wenn der Körper schneller wächst als der Geist in ihm. Vielleicht befinden wir uns mit unseren Kirchengemeinden gerade ebenfalls in einer Phase, in der sich der Körper, die äußere Form und Struktur so schnell verändern, während die Seelen der Menschen kaum mithalten können. Vielleicht sind wir gerade in dieser Wachstums- und Umbruchphase, in der sich die einzelnen Organe uneins sind über ihr künftiges Zusammenspiel. Vieles wird sich erst noch finden müssen, aber das ist auch normal.


Im Zusammenhang mit den Aufgaben, vor die wir gestellt sind, muss ich immer wieder über einen Abschnitt aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth nachdenken. Er wurde vor fast 2.000 Jahren geschrieben. Würde Paulus heute an die Gemeinden in Hosenfeld, Blankenau und Hainzell schreiben, so glaube ich, müsste er nichts verändern, außer ein paar Namen.


Wenn einer sagt: Ich halte zu Paulus!, ein anderer: Ich zu Apollos!, urteilt ihr da nicht zu menschlich?


Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Diener, durch die ihr zum Glauben gekommen seid, und jeder, wie der Herr es ihm gegeben hat:

Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber ließ wachsen. So ist weder der etwas, der pflanzt, noch der, der begießt, sondern nur Gott, der wachsen lässt. […].


Wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau. Der Gnade Gottes entsprechend, die mir geschenkt wurde, habe ich wie ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer baut darauf weiter. Aber jeder soll darauf achten, wie er weiterbaut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.


Mit diesen Worten im Hinterkopf werden wir in den kommenden Jahren manche Entschei-dung treffen müssen, wie wir an Gottes Kirche vor Ort weiterbauen. Das Wichtigste - der Gottessohn - ist uns geschenkt. Wenn wir Christus als Fundament nicht vergessen, wird es gut werden, darin besteht kein Zweifel.


In der Hoffnung auf ein baldiges persönliches Kennenlernen grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen und Ihren Familien Gottes reichen Segen.


Pfr. Sebastian Latsch